Evangelische Stadtmission Karlsruhe e.V.

Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz

08.02.2013

Unterstützung für Menschen mit Demenz

Etwa 1,4 Millionen Menschen leiden in der Bundesrepublik an Demenz. Durch den demografischen Wandel wird sich die Zahl der Demenzkranken bis zum Jahr 2030 auf etwa 2,2 Millionen erhöhen. Laut Erhebungen des Statistischen Landesamtes wird der Anteil der unter 20-Jährigen in Baden-Württemberg auf 15 Prozent sinken und die Zahl, der über 60-Jährigen auf ganze 39 Prozent ansteigen.

Auf den fortschreitenden demografischen Wandel reagiert die Bundesregierung mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG), welches Verbesserungen auf verschiedensten Ebenen bringt. So soll die ambulante Versorgung gestärkt werden. Neben der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung sollen auch Betreuungsleistungen angeboten werden, die sich speziell an Demenzkranke richten. Zusätzliche Betreuungsleistungen wird es auch in der teilstationären Pflege geben. Zudem können sich Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in Zukunft flexibler mit den Pflegediensten auf spezielle Leistungen einigen und bestimmte Zeitvolumen für die Pflege wählen.

Das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz schafft außerdem höhere Leistungen in den Pflegestufen für Demenzkranke. Pflegebedürftige ohne Pflegestufe erhalten ein monatliches Pflegegeld von 120 Euro oder Pflegesachleistungen von bis zu 225 Euro. Menschen in der Pflegestufe I erhalten ein um 70 Euro höheres Pflegegeld von 305 Euro oder um 215 Euro höhere Pflegesachleistungen von bis zu 665 Euro. Schwerpflegebedürftige in Stufe II erhalten ein um 85 Euro höheres Pflegegeld von 525 Euro und um 150 Euro höhere Pflegesachleistungen von bis zu 1250 Euro.

Mehr Informationen zum Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz erhalten Sie hier:

Bundesministerium für Gesundheit

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