Evangelische Stadtmission Karlsruhe e.V.

Verkauf des Franz-Rohde-Hauses

31.07.2017

„Opfer“ für den Denkmalschutz

 „Damit stellen wir unsere ursprünglichen Planungen zum Abriss und Neubau zurück, um dem öffentlichen Interesse am Denkmalschutz und dem Erhalt des Parks eine Chance zu geben, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Michel.

Eine weitere Nutzung als Altenpflegeheim hatte sich im Laufe der architektonischen Prüfung ausgeschlossen, da der Erhalt des Baudenkmals und die nötigen gesetzlichen Modernisierungsmaßnahmen für die weitere Nutzung im Pflegebereich  nicht vereinbar waren. 

Die Lösung zum Erhalt des architektonischen Bauwerks von Otto Bartning und der umgebenden parkähnlichen Anlage ist in Zusammenarbeit mit der Stadt Karlsruhe erarbeitet worden. Allerdings mussten dafür auch Opfer gebracht werden. Die Anstrengungen der Stadtmission im Zuge der Lösungsfindung waren groß, sie verzichtete u.A. auf den Abriss trotz vorliegender Genehmigung  und laufender Erhaltungskosten.

„Jetzt gilt es weiter eine neue Perspektive für die eigentlichen „Opfer“, die pflegebedürftigen Menschen, zu finden, kommentierte Dr. Michel den Verkauf der Liegenschaft an die Freiburger Ergon Invest GmbH. „Jetzt werden wir alle Anstrengungen daran setzen, eine genauso gute Perspektive für die in Karlsruhe weiterhin fehlenden stationären Pflegeplätze zu finden“, so Dr. Michel weiter.

Bereits Mitte 2016 hatte der Verein offiziell mitgeteilt, das denkmalgeschützte Gebäude nicht abzureißen, obwohl die Baufläche für ein neues modernes Pflegeheim für Karlsruher Bürger dringend gebraucht wird.  Der zukünftige Fehlbestand in der Pflege wird auf ca. 1000 stationäre Plätze in der Fächerstadt eingeschätzt.

 

Zeitungsartikel, BNN vom Samstag, 29. Juli 2017

 

 

 

 

> Zum Artikel der ka-news.de

 

Archiv